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Theoriesitzung III (22.6. 2003)

neon!
Der Zeitschrift NEON gilt unser Interesse: "So manipuliert das Musikfernsehen unser Liebesleben." Ein grafisches Beispiel.
Geht es um Lacan?
Weiter geht es um Dinge, die Wert bekommen, weil sie nicht da sind, aber immer schon mitgedacht werden. Lacan, ruft Herr Braun in den Raum.
Oder eher Freud?
Manches Bildmaterial bleibt vorerst dunkel und undeutlich.
aufschreibesysteme 2003
Aufschreibesysteme 2003. Im Anschluß an die Sitzung werden einige Stichpunkte notiert.
 

Einige Stiche:

Herr Braan wirft eine Zeitschrift in die Runde, die neu ist, und deswegen auch "NEON" heisst.
Über der Unterschrift "Die 100 wichtigsten jungen Deutschen" prangt ein Paar, das, in zartem military Grün gehalten, uns an Adam und Eva erinnern soll. Ist aber bloss ein Jungschauspieler und eine MTV Tussi.

Wir sprechen über dieses Bild und über eine dezent rote copy: "Eigentlich sollten wir erwachsen werden." Seltsamer Kontrast, denn das Thema des Heftes will uns doch vermitteln, daß das Erwachsenwerden erstmal auf später verschoben wurde. Darum wohl das "eigentlich".

Weitere Punkte:
- wir sprechen über die Rolle des Publikums in TV-Shows. Wozu braucht es überhaupt dieses Publikum, und was wollen die Menschen, die sich als Publikum bewerben, damit darstellen?

- komplementär dazu die Vorlesung an einer Uni. Auch wenn sie sich manchmal wie Show gibt, will sie explizit keine Show sein. Klatschen oder Johlen darf nur unter dem Moment der Selbstbeschämung ("...eigentlich peinlich, aber...") auftreten.
Der Professor steht in einer wesentlich stärkeren Kopplung mit seinen Studenten, als ein Showmaster mit seinem Publikum. Er informiert die Studenten über das, was sie sich einprägen sollen. Wenn die Show für das Publikum ein Erlebnis sein könnte, sollte die Vorlesung für die Studenten eine Erkenntnis bringen. Überschneidungen sind trotzdem möglich.

Film von Herrn Braan (Quicktime MP4, ca. 8,4 MB)

Ilka hat noch folgende Stichpunkte eingebracht:

Neon Magazin
-Kioskinfo
-Titelbild
-Zielgruppe bzgl. Alter (Werbung/ Aufmachung)
-warum sind die 100 Deutschen angeblich wichtig (message/ wiederum Zielgruppe)

Seppkatalog (ein Trachtenmodehersteller aus Oberbayrn)

Lebendes Museum und wer wird damit angesprochen; geändertes Verhalten der Besucher
Interpretation eines Musikstückes (Cage), Verlassen des Zuschauerraumes
Fersehshows und Teilnahme der einzelnen Akteure (Zuschauer/ sich outende Gäste/ Moderatoren/ Publikum)
Begriffe wie "Teilhabe" "Teilgabe" im juristischen Sinne (weitere Begriffe fallen mir gerade nicht ein), Sozialstaat
KFU - Kühlschrank - Bierattacke
(gespielte) Teilnahme im Hörsaal

Willst Du teilnehmen?

 

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© multi.trudi 2003 - 3406 reads since 26.06. 2003